Star flyer
KARIBIK
Nach einem kalten Winter war die Freude umso größer, mal wieder ein – für mich –neues Schiff kennenzulernen und das dann auch noch in der Karibik. Da der Flug von Düsseldorf über Paris nach St. Maarten bereits morgens um 6:00h startete, entschied ich mich für eine Vorabübernachtung am Flughafen. Hier bieten sich das Maritim und auch das Sheraton an. Dieses Mal ist es das Sheraton geworden. Eingecheckt war ich bereits und so hieß es morgens nur noch, fix den Koffer abgeben und ab durch die Sicherheitskontrolle. Für den Hinflug gab es ein Business Class Upgrade und so konnte ich in Düsseldorf und auch in Paris die Lounge der Air France nutzen. Da der Flughafen in Paris sehr voll war, war das schon ein angenehmer Neben-Effekt.
Gegen 15:30h landeten wir dann auf dem wohl bekanntesten Flughafen der Karibik – auf St. Maarten. Es ist der Flughafen bei dem wahrscheinlich jeder Inselbesucher schon mal am Strand gestanden und sich die Flugzeuge von unten angeschaut hat. Nach der Landung ging es erst durch die Immigration (für St. Maarten ist eine elektronische Einreiseanmeldung nötig) und dann zum Treffpunkt in der Ankunftshalle.
Die liebe Angie von „Zauber der Karibik“ – vielen von euch sicherlich als Ausflugsanbieter auf St. Maarten bekannt, hat uns abgeholt und auf dem Weg zum Hotel schon mal ein paar erste Erklärungen zur Insel gegeben. Wir haben kurz im Hotel eingecheckt und dann ging es direkt ab zum Abendessen zu einem „Local restaurant“.
Es gab kühles Bier, kreolische Tapas und viel Spaß. Aber wie sollte es nach so einem langen Tag und fünf Stunden Zeitverschiebung auch anders sein: gegen 21h rief bei uns allen das Bett.
Aber wie sollte es nach so einem langen Tag und fünf Stunden Zeitverschiebung auch anders sein: gegen 21h rief bei uns allen das Bett.




Am nächsten Morgen waren wir aufgrund der Zeitverschiebung dann alle früh auf, sind erst mal direkt an der Bucht spazieren gegangen und haben ein paar erste Fotos der StarFlyer gemacht – allerdings etwas versteckt hinter zwei „Großen“. Zum Frühstück gab es nur einen guten schwarzen Kaffee und ein Schoko-Croissant. Dann ging es schon ab zur Inselrundfahrt.
Unser erster Stopp war ein lokaler Kosmetik-Produzent. Wenn zehn von zwölf Reisenden Frauen sind, heißt es da natürlich erstmal „Shopping“. Der nächste Stopp war dann auch direkt am Maho-Beach. Wart ihr schon mal dort? Kennt ihr die Schilder an der Beach-Bar? Wenn nicht, schickt unbedingt eure Frauen dorthin zum Getränke ordern. Für uns gab es den ersten karibischen Cocktail und ein bisschen Shopping. Irgendwie mussten wir die Wartezeit auf die Flieger aus Europa überbrücken. Obwohl ich das schon mal erleben durfte, ist es immer wieder ein Erlebnis, das viel zu schnell vorbei geht.
Danach folgte schon unser Lunch im „Kalatua Beach Club“ . Wunderschön gelegen, an einem Golfplatz und in einer wunderschönen Bucht. Speisen & Getränke waren exzellent. Dies ist also definitiv auch eine Empfehlung von uns. Die Liegen am Beach sind auch für externe Gäste zu mieten. Die erste Reihe kostet USD 75,00. In der dritten sind es dann nur noch USD 55,00.
Von dort ging die Inselrundfahrt weiter – auch durch den französischen Teil der Insel – bis sie dann in Philipsburg am Cruise Terminal endete. Der Check-In für die StarFlyer stand bevor.




An Bord gab es dann ein „lecker Aperölchen“ und es folgte schon bald die Sicherheitseinweisung. Das Abenteuer „Segeln durch die Karibik“ konnte beginnen. Bei einem Segler ist vieles anders als auf den Kreuzfahrt-Riesen.
Es beginnt schon damit, dass sie nicht barrierefrei sind und es mit Rollator, Rollstuhl oder einfach nur Gehstock nicht möglich ist, auf ihnen zu reisen. Was man nämlich erst realisiert, wenn man an Bord ist: es gibt keinen Aufzug, es gibt aber dafür ganz viele Stufen, die man immer wieder überwinden muss.
Zudem sind viele der Häfen „Tenderhäfen“, d.h. die Reederei nutzt die Rettungsboote für die Fahrten zwischen der Ankerstelle und dem Hafen oder Strand. Dann gibt es noch den Unterschied zwischen „Dry Landing“ und „Wet Landing“. Beim „Dry Landing“ steigt man aus dem Tenderboot und betritt die Pier oder eine andere Plattform. Beim „Wet Landing“ steht man nach dem Verlassen des Tenderbootes im Wasser. Wenn man dann nicht aufpasst oder am Strand von der Strömung unglücklich erwischt wird, sitzt man schnell mit dem Hintern im Wasser. Auf unserer Route waren lediglich Start/Ziel und ein weiter Hafen – Dominica – über die Pier erreichbar, in allen anderen Orten wurde getendert.
Es gibt ein Restaurant, in dem es morgens und mittags das Buffet gibt und abends wird dort „a la Carte“ mit täglich wechselnden Menüs serviert. Einmal in der Woche gibt es ein Kaptän’s-Dinner.
Die Tisch-Zuordnung ist nicht gebunden und wechselt. Als Tischgetränk ist nur Eis-
Wasser inklusive. Ansonsten gibt es den ganzen Tag Filter-Kaffee und Tee inklusive. Alle anderen Getränke sind aufpreispflichtig. Die Preise sind aber moderat. Aperol oder Gin Tonic kosten beispielsweise € 7,00.
Man verbringt viel Zeit draußen, es gibt immer ein bisschen entspanntes Entertainment oder auch Vorträge vom Kreuzfahrt-Direktor.
Es ist aber auch besonders, so gibt es z.B. in einem Hafen am Mittag ein Beach BBQ. Man kann sich am Mast-Klettern üben oder vielleicht mal Rudergänger sein und schauen, wie ein Schiff dieser Größe auf das Bewegen des Steuerrades reagiert.




Eines meiner persönlichen Highlights war das Schlafen unter Sternen. Man wird nicht schief angeschaut, wenn man abends mit dem Bettzeug an Deck geht und es sich auf einer Liege gemütlich macht. Das ist definitiv ein Erlebnis, dass man nicht verpassen sollte – genauso wenig, wie das Sail Away, wenn der Segler die Anker lichtet und sich auf den Weg zum nächsten Hafen macht. Es werden die Segel gesetzt und es erklingt „Conquest of Paradise“. Das verursacht jedes Mal Gänsehaut.
Auch bei Star Clippers freut man sich, wie bei den großen Kreuzern, wenn man jemanden aus der Familie trifft. Und so war es auch für uns ein toller Moment, als wir ein Stück zusammen mit der Royal Clipper Richtung Guadeloupe gesegelt sind.
Internet ist an Bord verfügbar und von guter Qualität. Aktuell kostet 1 GB € 18,00 und 3 GB €50,00. Eine vorher gekaufte e-sim erwies sich als nicht so funktional – mag aber auch am Bedienungspersonal gelegen haben .
Am Abreisetag mussten wir gegen 10:00h das Schiff verlassen und haben uns noch zwei Hotels für Euch in der Nähe des Maho Beach angeschaut und dann war die Zeit in der Wärme auch schon vorbei. Aber auch wenn Reisemäuse unterwegs sind, klappt nicht immer alles und so hatte es auch uns getroffen, dass aufgrund der Wetterlage der Anschluss-Flug ab Paris storniert war und auch das Gepäck erst am nächsten Tag den Weg nach Hause gefunden hat. So durfte ich auch mal unseren Service nutzen und meine Kollegin hat sich noch abends für mich um einen neuen Anschluss-Flug gekümmert.




Einmal durch die Karibik segeln – durch die Britischen Jungferninseln – war einer meiner Bucket-List-Punkte. Da ich jetzt zwar dort mit einem Segler war, aber nicht durch die BVI, steht das noch immer an.
Wer hat Lust uns hier auf einer Gruppenreise zu begleiten. Als Termin haben wir Februar 2027 anvisiert. Dazu kommt eine Vorübernachtung vielleicht noch eine im Anschluss direkt in der Nähe des Maho Beach – für die Plane-Spotter unter uns.



